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Januar

 

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Mit dem Januar beginnt ein neues Jahr. Die Tage werden wieder länger und nicht nur wir, sondern auch unsere Pflanzen bekommen wieder mehr Licht. Im Garten gibt es noch nicht viel zu tun. Dafür kann man aber schon im Haus die Planungen und Vorbereitungen für die kommende Saison machen.

Der Garten befindet sich weitgehend in einer Ruhepause und hoffentlich unter einer schönen und schützenden Schneedecke. Ansonsten müssen empfindlichere Stauden und Gehölze vor starken Temperaturschwankungen oder Frosttrocknis durch entsprechende Abdeckung geschützt werden.

Die Pflanzen im Zimmer vermissen das Licht mehr noch als wir Menschen und leiden unter Umständen unter der trockenen Raumluft.

Wer Kübelpflanzen überwintert, sollte diese regelmäßig kontrollieren. Der Topfballen sollte nicht zu feucht sein, aber auch nicht völlig austrocknen. Immergrüne Kübelpflanzen brauchen Licht.

Lauch im Winter

Lauch/ Porree (Allium porrum) im Winter mit Raureif

 

Kräuter

Weiterhin gilt: Bei Kräutern, die im Freien überwintern, sollte der Winterschutz regelmäßig überprüft werden. Vor allem wenn Kahlfröste zu erwarten sind, muss gegebenenfalls beim Winterschutz mit Laub, Reisig oder speziellen Vliesen nachgebessert werden.

Kräuter im Haus sollten möglichst viel Licht haben und bei trockener Luft mit dem Zerstäuber etwas angefeuchtet werden. So verhindert man trockene Spitzen und andere Trockenschäden und beugt auch einem Schädlingsbefall vor. Staunässe muss aber vermieden werden. Wasser im Untersetzer unbedingt nach ca. 20 Minuten wegleeren.

Beim Zukauf von Topfkräutern sollte bedacht werden, dass diese aus einem Gewächshausklima stammen und schon eine gewisse Transportstrecke und ggf. Ladenaufenthalt hinter sich haben. D.h. beim Transport darauf achten, dass die Kräuter keinen Kälteschock oder gar Frost erleiden und in der Wohnung möglichst viel Licht und hohe Luftfeuchte erhalten (über einem Heizkörper ist eher problematisch!). Ansonsten sollten Topfkräuter zügig aufgebraucht werden, es sind keine Zimmerpflanzen, die über einen längeren Zeitraum problemlos in der Wohnung gedeihen. Nur mit viel Zuwendung lassen sie sich längere Zeit in der Wohnung halten.

 

Gemüse

Das Wintergemüse kann an frostfreien Tagen geerntet werden und muss ggf. bei Kahlfrösten besonders geschützt werden.

Bei einem Überwinterungsanbau (z.B Lauch, Rosenkohl, Feldsalat, Spinat, Endivie oder auch Speisezwiebel) ist darauf zu achten, dass der Winterschutz (z.B. Wintervlies) noch wirksam ist.

Mäuse können ein Problem darstellen und an Wintergemüse und auch an Gemüsemieten oder an eingelagertem Gemüse großen Schaden anrichten. Ggf. sind geeignete Schutzmaßnahmen zu ergreifen.

Anzuchtschalen und weitere Gefäße sollten vor dem Gebrauch gründlich gereinigt werden. Aber Vorsicht: Manche Reinigungsmittel sind auch pflanzenschädlich. Daher immer gut mit klarem Wasser nachspülen.

Manche Anzuchtgefäße, Sticker und sonstiger Gartenbedarf muss neu beschafft werden. Wer dies in Ruhe im Januar macht, geht gut vorbereitet in die neue Gartensaison.

Mit dem Monat Januar beginnen bereits die ersten Aussaaten in Saatschalen. Wer ein beheiztes Kleingewächshaus hat, kann bereits an Fruchtgemüse wie Paprika denken. Aber auch Kopfsalat, Feldsalat oder Spinat sowie Speisezwiebel und Lauch können vorgezogen werden.

 

Obst

Regelmäßige Kontrollen im Obstlager sind wichtig. Dabei sollten alle Kisten genau inspiziert werden, aber ohne Erschütterungen für das Obst. Mechanischer Stress (z.B. durch Erschütterungen) verkürzt die Lagerfähigkeit. Faule Früchte müssen umgehend beseitigt werden und im Zweifelsfall sollten die umliegenden Früchte ebenfalls entfernt und bei entsprechender Qualität sinnvoll verwertet werden.

Winterschnitt kann an frostfreien Tagen oder an Tagen mit geringen Minustemperaturen erfolgen. Denken Sie dabei an Ihre Sicherheit. Das Arbeiten mit Schneidwerkzeugen und auf der Leiter ist nicht ungefährlich und aus diesem Grund sollten die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden. Idealerweise sind Sie nicht allein, denn falls doch etwas passiert, kann so schnell Hilfe geholt werden. Ggf. kann man den Winterschnitt auch von einer versierten Fachkraft durchführen lassen.

 

Ziergehölze

Ziergehölze benötigen im Winter normalerweise keine besondere Aufmerksamkeit, wenn sie sachgerecht auf den Winter vorbereitet wurden. Besteht die Gefahr von Wildverbiss oder Mäusefraß, so sollten entsprechende Schutz-Maßnahmen (wie Stammschutz, Vergrämung oder nur für Mäuse zugängliche Fallen) ergriffen werden.

 

Stauden

Das Staudenbeet befindet sich in Winterruhe. Empfindliche Stauden sollen sorgfältig mit Laub oder Reisig abgedeckt werden. Ein Schutz vor Mäusen kann sinnvoll sein (siehe oben).

Ist Ihr Staudenbeet ein Biotop für überwinternde Tiere, so sollte schon aus diesem Grund möglichst wenig Aktivität entfaltet werden. Ansonsten kann es passieren, dass überwinternde Tiere in ihrer Winterruhe gestört werden, ihren Stoffwechsel erhöhen und so ggf. den Winter gar nicht mehr überleben.

 

Wechselflor

Nur wenige Pflanzen des Wechselflors zeigen sich auch im Winter. Drohen strenge Kahlfröste, so sollte eine geeignete Abdeckung erfolgen.

Knollen und Zwiebeln im Lager müssen regelmäßig kontrolliert, eventuelle Fäulnisherde müssen beseitigt werden.

Gebrauchte Pflanzgefäße sollten gründlich gereinigt werden. Wer ausreichend Platz und Möglichkeiten hat, kann bereits mit den Aussaaten für den Frühjahrs- und Sommerflor beginnen.

 

Rasen

Gräser sind meist auch im Winter grün und können bei sehr niedrigen Temperaturen (um den Gefrierpunkt) noch Fotosynthese betreiben. Trotzdem gilt weiterhin: Der Rasen befindet sich in Ruhe, d.h. das Wachstum ist sehr stark verlangsamt und die Hauptaufgabe besteht darin, dass während des Winters der Rasen keinen Schaden nimmt.

Schäden können auftreten durch starke Belastung bei Nässe, durch Salzeintrag von Winterstreumitteln oder durch zu lange Schneeauflagen. Nach Möglichkeit sollte es daher vermieden werden, dass beim Schneeräumen der Schnee (womöglich noch angereichert mit Auftausalz) auf dem Rasen abgelagert wird. Die Rasennarbe wird lückig durch Salzschäden und Schneeschimmel, der herdweise die Gräser zum Absterben bringt.

 

Zimmerpflanzen

Auch im Januar leiden unsere Zimmerpflanzen häufig unter Lichtmangel und trockener Luft, d.h. geringerer relativer Luftfeuchte. Aus diesem Grund sollten die Pflanzen möglichst nahe ans Fenster gestellt und bei trockener Raumluft mit einem Zerstäuber gelegentlich befeuchtet werden. (Das hilft übrigens nicht nur den Pflanzen, sondern tut auch unseren Atemwegen gut.)

Da die Pflanzen im Winter weniger wachsen, sollten sie gar nicht oder nur ganz wenig gedüngt werden. Es ist darauf zu achten, dass die Pflanzen nicht in Staunässe stehen. Der Topfballen darf ruhig auch mal etwas antrocknen, vertrocknen sollten die Pflanzen allerdings nicht. Die Pflanzen brauchen auch im Winter Wasser, meist aber etwas weniger.

 

Pflanzenschutz

Weiterhin gilt: Im Garten liegt das Hauptaugenmerk beim Winterschutz und der Abwehr von Mäusen und Wildverbiss.

Im Haus können durch das winterliche Raumklima wie trockene Luft vor allem Spinnmilben, Weichhautmilben und Schildläuse zu einem Problem werden. Vorbeugend sollte daher das Raumklima verbessert werden, ggf. können auch die Pflanzen mit einem Zerstäuber befeuchtet werden. Regelmäßige Kontrolle hilft beim Erkennen eines Befalls im Frühstadium. Durch Entfernen der befallenen Pflanzenteile oder einer gezielten Bekämpfung an den befallenen Pflanzen kann oft ein weiterer Schaden oder gar der Verlust der ganzen Pflanze verhindert werden.

 


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    zuletzt aktualisiert: 31.12.2020