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Ratgeber rund um Pflanzen und Garten

 

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Mit dem Monat Dezember geht das Jahr zu Ende. Wir erleben am 21. Dezember den kürzesten Tag des Jahres, feiern Weihnachten und Silvester.

Der Garten befindet sich weitgehend in einer Ruhepause und hoffentlich unter einer schönen und schützenden Schneedecke. Ansonsten müssen empfindlichere Stauden und Gehölze vor starken Temperaturschwankungen oder Frosttrocknis durch entsprechende Abdeckung geschützt werden.

Die Pflanzen im Zimmer vermissen das Licht mehr noch als wir Menschen und leiden unter Umständen unter der trockenen Raumluft.

Mit Planungen für die kommende Garten-, Terrassen- oder Balkonsaison lässt sich die Zeit gut überbrücken. Reich bebilderte Kataloge, Zeitschriften und Bücher sind dabei ebenso hilfreich wie eher nüchterne Fachbücher oder Informationen aus dem Internet.

Wer Kübelpflanzen überwintert, sollte diese regelmäßig kontrollieren. Der Topfballen sollte nicht zu feucht sein, aber auch nicht völlig austrocknen. Immergrüne Kübelpflanzen brauchen Licht.

Der Weihnachtsstern, auch bekannt unter dem Namen Poinsettie (Euphorbia pulcherrima) gehört für viele Menschen zum Dezember und zu Weihnachten. Neben dem klassischen Rot, gibt es mittlerweile zahlreiche Sorten mit unterschiedlichen Farben von creme-weiß über rosa, gesprenkelt bis dunkelrot. Die Hochblätter verfärben sich unter Kurztagbedingungen und machen die Schmuckwirkung aus. Die eigentlichen Blüten erkennt man nur bei näherem Hinsehen und sind eher unscheinbar.

Wer lange Freude an seinem Weihnachtsstern haben will, sollte ihn auf jeden Fall an einen warmen, zugfreien und möglichst hellen Platz stellen. Und Vorsicht beim Gießen: Staunässe sollte unbedingt vermieden werden.

Vielen Pflanzenfreunden tut es weh, den Weihnachtsstern nach Weihnachten einfach so zu entsorgen (kompostieren), denn er sieht ja immer noch sehr vital aus. Im Sommer kann er auch im Freien stehen, aber für die nächste Saison wird er eher nicht mehr so richtig schön werden. Es fehlt ihm das Gewächshausklima und die lange, störungslichtfreie Nacht.

 

Kräuter

Kahlfröste und große Temperaturschwankungen sind das größte Problem für immergrüne Kräuter, die aus dem Mittelmeerraum stammen. Rosmarin und Salbei sind typische Vertreter und können bei ungünstigen Bedingungen absterben, auch wenn sie zuvor schon mehrere Winter gut überstanden haben. Aus diesem Grund sollten diese Kräuter mit Reisig, Laub oder speziellem Wintervlies gut geschützt sein. Der Winterschutz sollte regelmäßig kontrolliert und ggf. vervollständigt werden.

Kräuter im Haus sollten möglichst viel Licht haben und bei trockener Luft mit dem Zerstäuber etwas angefeuchtet werden. So verhindert man trockene Spitzen und andere Trockenschäden und beugt auch einem Schädlingsbefall vor. Staunässe muss vermieden werden. Wasser im Untersetzer unbedingt wegleeren.

Beim Zukauf von Topfkräutern sollte bedacht werden, dass diese aus einem Gewächshausklima stammen. D.h. beim Transport darauf achten, dass die Kräuter keinen Kälteschock oder gar Frost erleiden und in der Wohnung ausreichend Licht und Luftfeuchte erhalten. Ansonsten sollten Topfkräuter zügig aufgebraucht werden, es sind keine Zimmerpflanzen, die über einen längeren Zeitraum problemlos in der Wohnung gedeihen.

 

Gemüse

Wintergemüse kann - sofern die Pflanzen nicht gefroren sind - nach und nach geerntet werden. Dies gilt nicht nur für Blattgemüse wie Feldsalat, sondern auch für Knollengemüse wie Topinambur, der bei frostfreiem Boden in den Wintermonaten ausgegraben und zubereitet werden kann.

Mäuse können ein Problem darstellen und an Wintergemüse und auch an Gemüsemieten oder an eingelagertem Gemüse großen Schaden anrichten. Ggf. sind geeignete Schutzmaßnahmen zu ergreifen.

Wer einen schweren Boden hat und auf die Frostgare nicht verzichten möchte, sollte zur Grabgabel greifen, den Spaten würde ich eher nicht empfehlen.

Der Monat Dezember ist ideal für die Anbauplanung im kommenden Jahr. So kann auch gleich das erforderliche Saatgut beschafft werden und liegt dann bereit, wenn es gebraucht wird.

 

Obst

Die Ernte ist eingebracht, nun gilt es dafür zu sorgen, dass die Verluste im Lager möglichst gering bleiben. Temperatur und Luftfeuchte sollten regelmäßig kontrolliert werden. Faulige Früchte müssen umgehend entfernt werden. Bei der Lagerkontrolle sollte darauf geachtet werden, dass die Früchte möglichst wenig bewegt oder gar erschüttert werden, da sonst die Lagerfähigkeit deutlich abnimmt.

Kernobst kann an frostfreien Tagen oder an Tagen mit geringen Minustemperaturen einen fachgerechten Winterschnitt erfahren. Wer sich darin nicht sicher fühlt, sollte einen Fachmann beauftragen. Denn ein "verschnittener" oder "verstümmelter" Obstbaum bringt wenig Ertrag bei schlechter Qualität.

Gegen Wildverbiss und Mäusefraß (auch im Wurzelbereich) sollten bei Bedarf entsprechende Maßnahmen ergriffen werden. Ein weißer Anstrich mit geeigneten Farben (im Gartenfachhandel erhältlich) kann den Stamm vor Rissbildung bei starker Sonneneinstrahlung und extremen Temperaturdifferenzen zwischen der Sonnenseite und der Schattenseite des Stammes schützen.

 

Ziergehölze

Ziergehölze werden in den Wintermonaten möglichst in Ruhe gelassen. Der Schnitt von Ziergehölzen erfolgt üblicherweise in oder nach der Blüte. Sollte ein Erziehungsschnitt oder Verjüngungsschnitt nötig sein, so kann dieser an frostfreien Tagen durchgeführt werden.

Wildverbiss und Mäusefraß könnn ein Problem sein. Ggf. müssen geeignete Maßnahmen ergriffen werden.

 

Stauden

Das Staudenbeet befindet sich in Winterruhe. Empfindliche Stauden sollten sorgfältig mit Laub oder Reisig abgedeckt werden. Ein Schutz vor Mäusen kann sinnvoll sein.

 

Wechselflor

Der Herbstflor kann je nach Witterungsverlauf bis Weihnachten halten, sollte aber in gewissen Abständen kontrolliert und ggf. durchgeputzt werden. Drohen tiefe Temperaturen oder Schnee, so sollte eine geeignete Abdeckung mit Reisig oder Laub erfolgen.

 

Rasen

Der Rasen befindet sich in Ruhe, d.h. das Wachstum ist sehr stark verlangsamt und die Hauptaufgabe besteht darin, dass während des Winters der Rasen keinen Schaden nimmt.

Schäden können auftreten durch starke Belastung bei Nässe, durch Salzeintrag von Winterstreumitteln oder durch zu lange Schneeauflagen. Nach Möglichkeit sollte es daher vermieden werden, dass beim Schneeräumen der Schnee (womöglich noch angereichert mit Auftausalz) auf dem Rasen abgelagert wird. Die Rasennarbe wird lückig durch Salzschäden und Schneeschimmel, der herdweise die Gräser zum Absterben bringt.

 

Zimmerpflanzen

Zimmerpflanzen leiden im Dezember häufig unter Lichtmangel und niedriger Luftfeuchte. Aus diesem Grund sollten die Pflanzen möglichst zugluftfrei nahe ans Fenster gestellt werden und bei trockener Raumluft mit einem Zerstäuber gelegentlich befeuchtet werden. Da die Pflanzen im Winter weniger wachsen, sollten sie gar nicht oder nur ganz wenig gedüngt werden. Es ist darauf zu achten, dass die Pflanzen nicht in Staunässe stehen. Der Topfballen darf ruhig auch mal etwas antrocknen, vertrocknen sollten die Pflanzen allerdings nicht. Die Pflanzen brauchen auch im Winter Wasser, meist aber etwas weniger.

 

Pflanzenschutz

Im Garten liegt das Hauptaugenmerk beim Winterschutz und der Abwehr von Mäusen und Wildverbiss.

Im Haus können durch das winterliche Raumklima wie trockene Luft vor allem Spinnmilben, Weichhautmilben und Schildläuse zu einem Problem werden. Vorbeugend sollte daher das Raumklima verbessert werden, ggf. können auch die Pflanzen mit einem Zerstäuber befeuchtet werden. Dies hilft auch uns Menschen und beugt Atemwegserkrankungen vor. Regelmäßige Kontrolle hilft beim Erkennen eines Befalls im Frühstadium. Durch Entfernen der befallenen Pflanzenteile oder einer gezielten Bekämpfung an den befallenen Pflanzen (z.B. mit einem getränkten Wattestäbchen) kann oft ein weiterer Schaden oder gar der Verlust der ganzen Pflanze verhindert werden.

 


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    zuletzt aktualisiert: 01.12.2021